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Neben den internen werden auch verschiedene externe Qualitätskontrollen bei Elbe-Obst durchgeführt. Neben den Überprüfungen, ob die Richtlinien der Kontrollierten Integrierten Produktion eingehalten werden, gibt es weitere amtliche Überwachungen und Exportkontrollen.
Nach den Richtlinien für den Kontrollierten Integrierten Kern- und Steinobstanbau an der Niederelbe prüft das Esteburg Obstbauzentrum mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) die Betriebe der Erzeuger. Die Prüfungen umfassen: Betriebstagebücher, Betriebsausstattung und Obstanlagen. Es werden jedes Jahr die Betriebshefte aller integriert anbauenden Erzeuger geprüft. Jährlich erfolgen zusätzlich – neben den Kontrollen zum Qualitätssicherungssystem – auf 20 Prozent der Erzeugerbetriebe Begehung und Bewertung der Obstanlage(n).
Die Einhaltung der Bestimmungen über die Vermarktungsnormen der EU wird durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), kontrolliert, um zu gewährleisten, dass die erzeugte Qualität auch bis zur Abgabe an den Verbraucher erhalten bleibt.
Die Kontrolle beginnt schon bei der Aufbereitung und Verladung auf der Erzeuger- bzw. Versandstufe. Sie setzt sich fort auf den weiteren Handelsstufen, sowohl beim Groß- als auch beim Einzelhandel.
Der Landkreis Stade (Amt für Lebensmittelüberwachung) und der Landkreis Cuxhaven (Veterinäramt) prüfen im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung Fruchtproben auf Einhaltung des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) mit den Ausführungsverordnungen.
Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) führt die amtliche Kontrolle von zu exportierender Ware durch. Sie prüft dabei die Ordnungsmäßigkeit der Sortierung, Aufbereitung, Verpackung und Kennzeichnung.
Elbe-Obst führt Qualitätskontrollen über den gesamten Weg der Produktionskette durch. Neben dem Wareneingang wird ebenfalls der Warenausgang begutachtet und protokolliert. Die Rückverfolgbarkeit ist für alle Elbe-Obst-Produkte gewährleistet. Zudem werden regelmäßig Rückstandskontrollen durchgeführt.
Die Abteilung des Qualitätsmanagements, die aus mehreren Mitarbeitern besteht, führt an allen Sortier- und Verpackungsstationen sehr engmaschige Kontrollen durch. Jede kontrollierte Partie wird in der eigens programmierten Prüf-App festgehalten.
Die QM-Mitarbeiter führen ebenfalls prozessbegleitende Qualitätskontrollen durch. Sie prüfen die Ordnungsmäßigkeit der Sortierung, Aufbereitung, Verpackung und Kennzeichnung, um Beanstandungen zu vermeiden und eine Basis für die Abrechnung mit den Erzeugern zu bekommen.
Ziel der Eingangskontrolle ist die Einstufung der Warenqualität für den Verkauf bei der Warenannahme in der Sortierstation der Elbe-Obst. Entsprechend gesetzlicher Normen und kundenspezifischer Vorgaben wird die Ware beurteilt bzw. vorab klassifiziert und das Ergebnis schriftlich festgehalten.
Ziel der Ausgangskontrolle ist die Einstufung und Überwachung der Warenqualität bei der Verladung und Auslieferung. Dazu wird die Ware nach den Verordnungen über Qualitätsnormen für Obst und Gemüse der EU beurteilt und dokumentiert.
Das interne System der Rückverfolgbarkeit stellt die Ermittlung des liefernden Erzeugers während der Warenaufbereitung und nach der Auslieferung an den Kunden sicher. Dazu wird bei der Zusammenstellung der Ware für einen Kunden auf den Verladepapieren dokumentiert, welche Erzeuger an jeder Warenposition beteiligt sind.
Es ist somit eine direkte Zuordnung bei der EDV-Belegerfassung von Anlieferpositionen der Erzeuger zu den Auslieferpositionen des Kunden auf Basis der Verladepapiere möglich. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Rückverfolgbarkeit einer Partie vom Lebensmitteleinzelhandel zurück bis zu den beteiligten Erzeugern.
Nach Vorgabe des QS-Rückstandsmonitoringsystems werden sowohl auf den Erzeugerbetrieben als auch auf den Sortierstationen der Elbe-Obst Erzeugerorganisation r.V. Proben gezogen. Diese Aufgabe wird durch qualifiziertes Personal sichergestellt. Im Auftrag der Elbe-Obst Erzeugerorganisation r.V. untersuchen akkreditierte und von der QS Qualität und Sicherheit GmbH zugelassene Labore Fruchtproben hinsichtlich der verwendeten Pflanzenschutzmittel.
Das ESTEBURG Obstbauzentrum Jork ist das Kompetenzzentrum für den Obstbau in Norddeutschland. Hier befinden sich unter einem Dach Forschung, Beratung und Aus- und Weiterbildung im integrierten und ökologischen Anbau für den Obstbau.
Der Obstbauversuchsring des Alten Landes e.V. (OVR) ist ein landwirtschaftlicher Beratungsring für den Erwerbsobstbau in unserer Region, vor allem für Baum- und Steinobst sowie Beerenobst. Er wurde 1929 gegründet und ist damit der älteste Beratungsring seiner Art in Deutschland und der zweitgrößte in Europa. Die Beratung für unsere Obstbauern bezieht sich auf Anbau, Pflege, Vermarktung und Betriebswirtschaft sowie auf die Lagerberatung.
Die Obstbauversuchsanstalt (OVA) koordiniert im Rahmen der norddeutschen Kooperation das gärtnerische Versuchswesen und die Gartenbauberatung in Norddeutschland. Geforscht wird im Bereich integrierter Pflanzenschutz, Diagnostik, Fruchtqualität, Obstlagerung, Ökonomie und Technik.
Der Öko-Obstbau Norddeutschland Versuchs- und Beratungsring e.V. (ÖON) wurde 1997 von ökologisch wirtschafteten Obstbauern gegründet. Der ÖON hat die Aufgabe, die flächendeckende Beratung im ökologischen Obstbau im norddeutschen Raum sicherzustellen sowie die Forschungsarbeit umzusetzen. Die Forschung umfasst vor allem die ökologischen Schlüsselthemen wie Nachhaltigkeit, Biodiversität und Umweltschutz, aber auch Aspekte wie Betriebswirtschaft oder Vermarktung.
Das Qualitätsmanagementhandbuch (kurz: QMH) ist eine unternehmensinterne Zusammenstellung. Verschiedene Systemanforderungen sind im QMH zusammengefasst.
Gesetzliche und darüber hinausgehende Anforderungen können hiermit dokumentiert werden.
Das Handbuch ist für unsere Mitgliedsbetriebe im Elbe-Obst Intranet abrufbar:
http://intranet.elbe-obst.de/intranet/QM