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Elbe-Obst Qualitätssicherung Prüfung der Druckfestigkeit bei Äpfeln

Fachlexikon

In unserem alphabetisch geordneten Lexikon finden Sie begriffe rund um die Arbeit der Elbe-Obst-Erzeuger, den Anbau von Kern- und Steinobst sowie Beerenfrüchten. Falls etwas fehlt oder Sie etwas wichtiges nicht finden, schreiben Sie uns gern eine Mail und wir ergänzen unsere Sammlung.

Gewichts-,Diameter-, Farb- und Qualitätssortierung

Die gängigen Sortiermaschinen sortieren die Äpfel nach Gewicht, Größe, Farbe und Qualität. Das Gewicht wird anhand der Apfelgröße errechnet. Die Apfelgröße wird auf Basis von Fotos, die von jedem Apfel während des Sortiervorgangs automatisch erstellt werden, ermittelt. Diese Fotos dienen auch der Bestimmung der Farbigkeit und der Analyse von Beschädigungen auf der Schale. Die Sortiermaschine kann anhand dieser Kriterien die Äpfel für die Vermarktung an die Kundenanforderungen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben einstufen.

Kaliber

Das Kaliber oder die Kalibrierung ist der Branchenbegriff für die Apfelgröße bzw. den Durchmesser des Apfels. Nach der geltenden EU-Verordnung dürfen Äpfel ab 60 mm Durchmesser gehandelt werden, in bestimmten Fällen auch ab 50 mm.

Wartezeit

Vorgeschriebene Zeitspanne zwischen letzter Anwendung eines Pflanzen-schutzmittels und der Ernte.

Turgor

Schwellung, Spannungszustand des Gewebes (z.B. bei Heidelbeeren nur in Klasse II zulässig)

systemisches Fungizid

Pflanzenschutzmittel, das von den Pflanzen über die Blätter aufgenommen und im Pflanzeninneren über kurze Distanzen verfrachtet wird.

Stippigkeit

Von der Fruchtschale (Apfel) ausgehende bis mehr oder weniger ins Innere vordringende, graue bis bräunliche Flecken, die sich zu Nestern trockenen, abgestorbenen Gewebes entwickeln. Die stippigen Stellen schmecken bitter. Die Bekämpfung dieser nichtparasitären, ernährungsbedingten Krankheit erfolgt durch Behandlung mit Calcium-Präparaten.

Spiegelpackung

Bei der die oberste, sichtbare Schicht einen besseren Qualitätseindruck ergibt als der Gesamtinhalt des Packstücks, ist unzulässig. Vielmehr muss der sichtbare Teil des Packungsinhalts für den Gesamtinhalt des Packstücks repräsentativ sein. Entsprechende Vorschriften finden sich in allen EG-Vermarktungsnormen. Zulässig ist es allerdings, wenn die Früchte in allen Lagen eines Packstücks jeweils mit der „Sonnenseite“ nach oben gelegt werden.

pH-Wert

Wert, der die Bodenreaktion angibt, pH 7 bedeutet neutrale, Werte darunter saure, darüber liegende Werte alkalische Reaktion.

Perennität

Fortdauer; Überwinterung (perennieren = durchdauern, überwintern)

Netzmittel

Zusatzstoff, der die ausreichende Benetzungsfähigkeit von Spritzmitteln sichern soll.

Nekrose

Rasches Absterben von Zellen bei gleichzeitiger Braunverfärbung der Zellinhalte.

Lentizellen

Die Epidermis (Oberhaut) von Zweigen und Früchten durchbrechende Korkwarzen, durch die der Gasaustausch zwischen den inneren Geweben und der Atmosphäre ermöglicht wird.

Kutikula

Äußerste Schicht der Oberhaut, hat hauptsächlich Schutzfunktion

klimakterisch

Stufenartig, eine Stufe bildend: die Witterung betreffend; beim Obstanbau i.S.v. `nachreifend´

Kavernen

Krankhafter Hohlraum (in der Frucht); diese Hohlräume bilden sich durch einen CO2-Schaden (zu hoher CO2-Gehalt i.V.m. niedrigem O2-Gehalt) bei der Lagerung(auch bedingte Sortenanfälligkeit besonders bei Birnen und Braeburn).

Inversion der Temperatur

Temperaturumkehr. Absinken der Kaltluft in bodennahen Schichten und Überlagerung derselben durch wärmere Luft.

Immissionen

Einwirkungen von Industrieabgasen oder –auswürfen auf Pflanzen.

Hybride

Blendling, Mischlingspflanze (Hybridisation: Zwitterbildung, Kreuzung)

grießig

Unrat unter den Bienenstöcken, Schmutz, Bienendreck (besonders bei Birnen)

Ethylen

Farbloses gasförmiges Pflanzenhormon. Äpfel scheiden bei der Lagerung reichlich Ethylen aus. Ethylen beschleunigt den Reifeprozess in anderen Früchten, daher ist die getrennte Lagerung zu anderem Obst & Gemüse anzuraten.

Emulgator

Stoff, der die gleichmäßige Verteilung eines wasserunlöslichen Wirkstoffes (z.B. Öl in Wasser) ermöglicht.

Emissionen

Abgase / Auswürfe von Industrieanlagen, chemischen Fabriken, Motoren, etc

Applikation

Anwendung (von Pflanzenschutzmaßnahmen)

Antagonismus

Gegenwirkung, wechselseitige Beeinflussung. Hemmung von Mikroorganismen untereinander durch ihre Stoffwechselprodukte.

visuelle Kontrolle

(Kontrollmethode f.d. Bestandsüberwachung) Knospen, Blätter, Triebspitzen, Früchte, usw. werden auf vorhandene Schadbilder, Schädlinge oder Nützlinge kontrolliert. Die Schadensschwellen beziehen sich auf 100 kontrollierte Organe.

Schadschwellenprinzip

Nicht jeder Befall an Obstgehölzen ist bekämpfungswürdig. Aus wirtschaftlicher Sicht dürfen Kosten für die Verhinderung eines Schadens nicht höher sein als der Schaden selbst. Bei der Festlegung der wirtschaftlichen Schadensschwelle werden die möglichen Ertragsverluste den Bekämpfungskosten gegenübergestellt.

Resistenz Management

(Pflanzenschutz) Es sollen Wirkstoffe oder Verfahren gegen Schaderreger mit unterschiedlicher Wirkungsweise eingesetzt werden, anstatt nur auf eine Wirkstoffgruppe zu setzen. Ziel ist die Vorbeugung von Wirkungsminderungen gegen diese Schaderreger. Dazu gehört auch eine zurückhaltende Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die Einhaltung von Schadensschwellen, der richtige Bekämpfungstermin, der korrekte Mittelaufwand und eine optimale Applikationstechnik (Anwendung).

Pheromonfalle

(Kontrollmethode f.d. Bestandsüberwachung) Diese Fallen dienen zur Flugkontrolle von Apfel-, Schalen-, Pflaumenwickler und einigen anderen Arten. Die Zahl der gefangenen Falter ist von der Positionierung der Falle, den lokalen Verhältnissen, aber auch vom verwendeten Fallentyp abhängig.

Klopfprobe

(Kontrollmethode f.d. Bestandsüberwachung) Mit einem gepolstertem Bambusstab und einem Klopftrichter werden 100 Astpartien abgeklopft. Die Methode eignet sich besonders für den Apfelblütenstecher und einige andere Schädlinge, gibt aber auch einen guten Überblick über die gesamte Fauna in der Obstanlage.

Indikationszulassung

Nach dem Pflanzenschutzgesetz gilt in Deutschland seit dem 01.07.2001 uneingeschränkt die Indikationszulassung, d.h. Pflanzenschutzmittel werden nur für ganz bestimmte Anwendungsgebiete (Indikationen) zugelassen, die der Hersteller beantragt und mit Daten belegt. Wenn ein Mittel zugelassen ist, darf es nur in den in der Gebrauchsanleitung angegebenen Anwendungsgebieten und nur zu den entsprechenden Anwendungsbestimmungen eingesetzt werden. Anwendungen außerhalb der in der Gebrauchsanleitung genannten Gebiete sind verboten. Verstöße sind bußgeldbewehrt.

Berostung

„raue Apfelschale“; besonders stark treten diese Berostungen auf, wenn es im Frühjahr trocken und kalt ist. Die Schale der jungen Äpfelchen hat dann noch nicht die nötige Elastizität, die sie braucht, um sich dem Dickenwachstum der Früchte anzupassen. z.T. sortentypisch (Bsp. Boskoop, Ingrid Marie, Holsteiner Cox); [weder geschmacks- noch qualitätsmindernd, jedoch führt bei der Lagerung eine stärkere Berostung zu einer stärkeren Feuchtigkeitsabgabe ]

Astprobe

(Kontrollmethode f.d. Bestandsüberwachung) Es werden 10 Zweigstücke á 20 cm Länge (2m Fruchtholz) auf Überwinterungsstadien von Schädlingen untersucht. Wichtig sind die Eier der Obstbaumspinnmilbe (rot), der Blattläuse (schwarz) und des Frostspanners (orangefarben). (Schadschwelle: 30-50 Eier/Ablagestelle)

Zwetschge

Unter der heute allgemein gültigen Bezeichnung „Pflaumen“ werden die von verschiedenen Wildformen abstammenden und miteinander stark vermischten Arten Zwetsche (auch Zwetschge, Zwetschke, Quetsche), Mirabelle, Reneclode (Reneklode, Reineclaude) und die eigentliche Pflaume (Rund- und Eierpflaume) zusammengefasst. Sie unterscheiden sich voneinander hinsichtlich Fruchtform, -größe, Steinlöslichkeit, Geschmack, Konsistenz des Fruchtfleisches und damit auch in Bezug auf Verwendungsmöglichkeiten.

Pflaume/Zwetsche

Unter der heute allgemein gültigen Bezeichnung „Pflaumen“ werden die von verschiedenen Wildformen abstammenden und miteinander stark vermischten Arten Zwetsche (auch Zwetschge, Zwetschke, Quetsche), Mirabelle, Reneclode (Reneklode, Reineclaude) und die eigentliche Pflaume (Rund- und Eierpflaume) zusammengefasst. Sie unterscheiden sich voneinander hinsichtlich Fruchtform, -größe, Steinlöslichkeit, Geschmack, Konsistenz des Fruchtfleisches und damit auch in Bezug auf Verwendungsmöglichkeiten.

Vorbeugende Maßnahmen

Vorbeugende Maßnahmen dienen der Ursachenaufhebung, um mögliche Qualitätsverbesserungsmaßnahmen zu implementieren bzw. mögliche „nonconformities“ zu entfernen.

Verfahren

Qualitätsverfahren steuern Aktivitäten. Gute Verfahrensanweisungen steuern zielgerichtet Aktivitäten; es wird genau die Arbeit definiert, die erledigt werden sollte und erklärt, wie sie erledigt werden muss, wer sie zu erledigen hat und unter welchen Umständen. Zusätzlich erklärt sie, wer welche Berechtigung hat und wie die Verantwortlichkeiten gelagert sind, welche Ware und Materialien genutzt werden sollten, sowie welche Dokumente/Aufzeichnungen zur Durchführung verwendet werden müssen. Verfahren müssen in der ISO-Aufzeichnung dokumentiert werden.

TQM

Total Quality Management versucht den gesamten Prozess vom langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern; m.a.W. Förderung von Mitarbeiterunterstützung, Kundenzufriedenheit, sozialen Werten und Normen und Berücksichtigung von gesetzlichen Grundlagen.

Service

Service / Dienstleistung ist kundenorientiert! Dienstleistung wird von den Lieferanten durchgeführt und dient zur Erfüllung von Kundenwünschen.

SAN

Standardartikelnummerierungssystem (anders: EAN, ILN, PLU)

Qualitätsverbesserung

Beinhaltet alle Maßnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit der Organisation zum Nutzen der Organisation und seiner Kunden.

Qualitätsüberwachung

Die Qualitätsüberwachung überprüft das Produkt. Durch ständige Kontrolle werden die Anforderungen kontinuierlich auf ihre Zielerreichung hin überprüft.

Qualitätssicherungssystem

Netzwerk von Prozessen, das aus Elementen gebildet wird. Elemente umfassen Verantwortlichkeiten, Behörden, Verhältnisse, Funktionen, Pläne, politische Linien, Verfahren, Praxis, Prozesse und Betriebsmittel. Zweck ist die Erfüllung der Qualitätsanforderungen und Sicherstellung, dass die Kunden Qualitätsprodukte und –dienstleistungen empfangen.

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung ist die Menge an Maßnahmen, die dazu dient, dass ein Produkt alle Qualitätsanforderungen erfüllt. QS-Maßnahmen dienen zur Vertrauensbildung von Kunden und Verkäufer, dass alles getan wurde um den Qualitätsanforderungen gerecht zu werden.

Qualitätspolitik

Eine Qualitätspolitik-Aussage definiert die Verpflichtung der Organisation gegenüber der Qualität.

Beprobungsplan

Plan, nach dem Obstproben von Erzeugern gezogen werden, z.B. 15 erzeuger von jeder Sortierstation. Die Proben können z.B. auf Rückstände von Pflanzenschutzmittel untersucht werden.

Qualitätsplan

Ein Qualitätsplan erklärt, wie beabsichtigt wird, die Qualitätspolitik anzuwenden, wie die Qualitätszielsetzungen erreicht werden sollen und wie den Anforderungen entsprochen werden kann.

Qualitätsplanung

Sie definiert die QS-Systempolitischen Linien, -zielsetzungen und –anforderungen und erklärt deren Anwendung, Zielerreichung und wie diesen Anforderungen entsprochen werden kann.

Qualitätsmanagement

Alle Maßnahmen der Geschäftsleitung zur Implementierung einer Qualitätspolitik. Dazu gehört die Qualitätsplanung, -kontrolle, -sicherung und –verbesserung.

Qualitätshandbuch

Ein Qualitätshandbuch ist ein Dokument, dass die Qualitätspolitik angibt und das Qualitätssicherungssystem beschreibt. (Rollen, Verhältnisse, Funktionen, Prozesse, Verfahren, Systeme und Betriebsmittel -> die die Qualität beeinflussen).

Qualitätskontrolle

Qualitätskontrolle ist als Tätigkeit oder Technik definiert, deren Zweck es ist sicherzugehen, dass alle Qualitätsanforderungen getroffen werden/wurden. Zur Zielerreichung werden diese Prozesse überwacht und Anwendungs-/Durchführungsprobleme gelöst.

Qualitätsaufzeichnung

Die Qualitätsaufzeichnung enthält den objektiven Beweis dafür, ob die Anforderungen erreicht werden oder inwieweit das System bei Abweichung zu einer Verbesserung führt.

Qualitätsaudits / - revision

Qualitätsaudits überprüfen die Elemente eines QS-Systems (im Auftrag) inwiefern diese mit den Anforderungen übereinstimmen.

Qualitätsanforderung

Eine Qualitätsanforderung ist eine Eigenschaft und/oder Merkmal, die ein Produkt erfüllen muss. (z.B. erwartet ein Kunde vom Produkt einen speziellen Zuverlässigkeitsgrad, Qualität, …)

Qualität

Ein „Produkt“ hat Eigenschaften. Einige dieser Eigenschaften sind abgeleitet von vorgegebenen oder implizierten Notwendigkeiten. Die Menge dieser benötigten Eigenschaften bilden die Qualität des Produkts. Kurz gesagt ist Qualität eine Eigenschaft. (z.B. Grundvoraussetzung ist die Zuverlässigkeit, also entwickelt man ein zuverlässiges Produkt. Zuverlässigkeit wird somit eine Qualität (Eigenschaft) vom Produkt (Wesen).

Prozess

Ein Prozess nutzt Betriebsmittel um Eingänge in Ausgänge zu wandeln.Prozesse können sozial, industriell, landwirtschaftlich, behördlich, chemisch, mechanisch, elektrisch, u.s.w. sein. Jedenfalls werden Eingänge zu Ausgängen weil irgendeine Arbeit, Tätigkeit oder Funktion durchgeführt wurde.

LWK

Landwirtschaftkammer

Produktkontrolle

Produktkontrolle ist eine Tätigkeit, die Produkteigenschaften mit Produktanforderungen vergleicht. Ziel ist die Feststellung, ob eine oder mehrere Produkteigenschaften mit den spezifischen Anforderungen deckungsgleich ist bzw. sich diesen annähert.

Produkt

Ein Produkt stellt den Ausgang eines Prozesses dar. Produkte können materiell oder immateriell, eine Sache oder eine Idee, Kleinteile oder eine Software, Information oder Wissen, ein Prozess oder Verfahren, ein Service oder eine Funktion, oder ein Konzept oder Kreation darstellen. Im Zusammenhang mit ISO ist ein Produkt auch gleichbedeutend mit Service.

PLU

price look up – Nummer (anders: EAN, ILN, SAN)

persistent(e) Stoffe

beharrlich; festbleibend à i.S.v. langlebig

Partie

die zum Zeitpunkt der Kontrolle vorliegende Menge an Erzeugnissen, die hinsichtlich folgender Merkmale einheitlich ist:

  • Identität des Packers u/o Absenders
  • Ursprung
  • Art des Erzeugnisses
  • Güteklasse (Handelsklasse)
  • Sorte oder Handelstyp
  • Größe
  • Art der Verpackung und Aufmachung

Organisationsstruktur

Die Struktur einer Organisation beinhaltet die Verflechtung von Verantwortlichkeiten, Behörden und Interaktionen, wie die Funktionen gehandhabt und geregelt werden.

Organisation

Eine Organisation ist eine Firma, eine Kooperation, ein Unternehmen oder eine Anstalt mit eigener Funktion und Leitung. Sie kann eine Körperschaft, Aktienge-sellschaft, private oder öffentliche Rechtsform haben.

Lieferant

Ein Lieferant ist eine Organisation die dem Kunden Produkte beschafft. Dabei ist der Kunde intern oder extern mit dem Unternehmen „vernetzt“.

Kunde

Ein Kunde ist jeder, der Produkte oder Leistungen vom Lieferanten empfängt. Dabei kann der Kunde entweder in einem internen oder externen Verhältnis zu seiner Lieferantenorganisation stehen.

Konformität

Übereinstimmung; ISO 9001, ISO 9002 und ISO 9003 verzeichnen viele Anforderungen von Qualitätssicherungssystemen; wenn ihre Organisation diesen Anforderungen entspricht, kann man von Anpassung bzw. Konformität sprechen.

Internes Qualitätsaudit

Interne Qualitätsaudits werden vom eigenen Personal durchgeführt. Mittels Interner Audits werden die Elemente des QS-Systems hinsichtlich Überein-stimmung mit den Anforderungen überprüft und ausgewertet.

ILN

Internationale Lokationsnummer (von der CCG zugeteilt) (andere: SAN, EAN, PLU)

Nonconforming Produkte

Fehlerhafte Produkte. Wenn eine oder mehrere Eigenschaften eines Produktes fehlen, ist es als fehlerhaftes Produkt zu kennzeichnen (Sperrung). Ebenso gilt dies für fehlerhafte bzw. abweichende Eigenschaften.

EAN

Internationale Artikelnummerierung (andere: ILN, SAN, PLU)

Betriebsmittel

Menschen, Geld, Informationen, Wissen, Fähigkeiten, Energie, Service, Maschinen, Werkzeuge, Ausrüstung, Technologien, Techniken

Aufzeichnung

Eine Aufzeichnung ist ein Dokument, das den objektiven Beweis aufführt, wie gut Tätigkeiten durchgeführt werden und/oder welche Resultate erzielt werden.

Pflanzenschutzmittel

Stoffe, die Pflanzen vor Schadorganismen schützen, Nährstoffmangel verhindern oder beheben oder die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber Schädigungen erhöhen

Viruzide

Wirkstoffe gegen Viren

Rodentizide

Substanzen gegen Nagetiere (Rodentia), Nagetier (Rodentia)-tötendes Mittel

Molluskizide

Substanzen gegen Schnecken

Insektizide

Wirkstoffe zur Bekämpfung von Insekten, insektentötendes Mittel

Herbizide

Substanzen zur Vernichtung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (Unkräuter), Unkrautbekämpfungsmittel

Fungizide

Substanzen zur Bekämpfung parasitärer Pilze und unerwünschter Mikroorganismen, Pilzabtötendes Mittel.

Bakterizide

Substanzen gegen (Arbeitsplatz-) Bakterien

Aphizide

Substanzen gegen Blattläuse

Algizide

Substanzen gegen Algen, Moose und Flechten

Wettern

regionale Bezeichnung für wasserführende Gräben

Weiher

kleiner Teich; ökologischer Lebensraum

Vernalisation

Blütenbildung nach einer Kältephase

Stratifikation

Durchlaufen einer Kälteperiode (Samen sind erst nach dieser keimungsbereit)

spieren

regionale Bezeichnung für das Fluten von Gräben (Gegenteil: poldern)

Soll

(Mz. = Sölle) kleine runde, oft wassergefüllte Vertiefung in ehemaligen Moränengebieten

Siel

Durchlass, Deichschleuse, Kanal, kleine Bucht

See

Meer, Binnensee, Landsee, ökologischer Lebensraum

Schleuse

aus Toren und dazwischenliegender Kammer bestehende Anlage, in der Schiffe Höhenunterschiede überwinden können : Vorrichtung zur Regulierung des Wasserlaufs : Kanalisationsanlage zur Aufnahme der Abwässer : beidseitig verschließbarer Durchgangsraum zur Überwindung von Druckunterschieden bzw. zur vollständigen Reinigung der Arbeitskräfte und ihrer Arbeitskleidung

remontieren

wiederholt blühen

Pomologie

Obstkunde (Pomona (auch: Pomana): altröm. Göttin des Gartenbaus)

poldern

regionale Bezeichnung für das Entleeren/Trockenlegen von wasserführenden Gräben (« spieren)

Polder

eingedeichtes Marschland (Polderdeich)

Pathologie

Lehre von den Krankheiten (pathologisch = krankhaft)

ökologisch

i.S.v. Ökologischem Landbau: behutsame Produktionsmethoden unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes, harmonische Nutzung der ländlichen Räume und Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte von hoher Qualität.

nekrotisch

brandig; (med.) Nekrose: Absterben von Gewebe (à Brand)

mulchen

kleingehäckselte Gartenabfälle als Deckschicht für den Boden

morphogen

gestaltbildend

Limnologie

Ökosystemforschung der Binnengewässer (<-> Ozeanographie: ..Meer)

kontrolliert

Zusatz, der dem Verbraucher die Kontrolle der Einhaltung aller Vorschriften für den kontrollierten (integrierten) Anbau bestätigt.

Josta

Kreuzung aus Johannisbeere x Stachelbeere

integriert

Nutzung aller zur Verfügung stehenden Pflegemaßnahmen und sorgfältige Abstimmung; umweltschonendes Anbauverfahren

grubbern

auflockern des Bodens (Grubber: landwirtschaftliches Gerät)

Fleet

schiffbarer Zweigkanal : Entwässerungskanal innerhalb der Stadt

Feuerbrand

(Erwinia amylovora) bedrohende Bakterienkrankheit; nach erfolgter Infektion bestehen kaum Möglichkeiten zur Bekämpfung (Teil u/o Totalabsterben)

Fertilität

Ergiebigkeit / Fruchtbarkeit

Extensiv

Extensive Bewirtschaftung bedeutet, weder Spritz- noch Düngemaßnahmen vorzunehmen, sondern den Baum eigenständig wachsen zu lassen und darauf zu hoffen, dass dieser dann auch ´trägt´.

Alternanz

(Alternation) Wechsel, Abwechselung, Ablösung, für den Obstbau bedeutet das, daß ein Baum in der einen Periode viel (wenig) trägt und in der darauffolgenden Periode entsprechend wenig (viel).

CA/ULO-Lagerung

CA-/Ulo-Lagerung: Die Lagerdauer in Kühlläger beträgt 2 bis 3 Monate. Bei 0,5 bis 5 Grad Celsius verringert sich die Fruchtatmung auf 20 bis 30%. Darüber hinaus wird in CA-/Ulo-Läger (Contorlled Atmosphere/Ultra Low Oxygen) zusätzlich zur Kühlung in Luftdichten Räumen die Luftzusammensetzung verändert, so daß die mögliche Lagerdauer 5 bis 10 Monate beträgt.

Handelsklassen

Man unterscheidet 4 verschiedene Handelsklassen:
Die Handelsklasse „EXTRA-Premium“ ist die beste Klasse, die eine Frucht bekommen kann. Die Früchte müssen von höchster Qualität sein. Das heißt sie müssen die sortentypischen Merkmale aufweisen wie z.B. Form, Größe und Färbung sowie einen unverletzten Stiel. Kleinfrüchtige Apfelsorten wie z.B. Cox Orange müssen mindestens 60mm Durchmesser haben, großfrüchtige Apfelsorten wie Gloster müssen mindestens 70mm Durchmesser haben.

Lagerung

Man unterscheidet die Lagerarten

  • Normallagerung
  • Kühlhauslagerung
  • CA-Ulo Lagerung
  • Tiefkühllagerung

Bei der Normallagerung wird, zum Beispiel in einem offenen oder geschlossenen Unterstand die Ware (Kern- und Weichobst) bei normaler Temperatur gelagert. Dieses ist jedoch nur befristet möglich da der Reifeprozess ungehindert fortschreitet.

Jodtest

Mit dem Jod-Stärke-Test wird der Zuckergehalt und die Festigkeit des Fruchtfleisches bestimmt. So hat man die Möglichkeit, die Reife des Apfels festzustellen. Dazu wird der Apfel aufgeschnitten und das Fruchtfleisch in die Jodlösung getaucht. Nach einigen Minuten ist ein Ergebnis ablesbar. Überall, wo das Fruchtfleisch Stärke (Zucker im Vorstadium) enthält, verfärbt es sich. Je dunkler die Verfärbung ist, je unreifer ist der Apfel und sollte am Baum verbleiben. Es gibt verschiedene Stärkewerte. Wenn man vom Stärkewert 1 spricht, ist das Fruchtfleisch vollständig dunkel verfärbt und es ist noch kein Fruchtzucker entstanden. Bei Stärkewert 3 zum Beispiel sind deutlich helle Stellen im Fruchtfleisch zu erkennen. Hier ist Fruchtzucker bereits entstanden. Sehr reif und somit am besten zu genießen für den Endverbraucher ist der Apfel beim Stärkewert 6. In diesem Stadium enthält der Apfel keine Stärke mehr, sondern nur noch Fruchtzucker.

Refraktometer

Der Grad des Zuckergehaltes im Apfel kann mit dem Refraktormeter feststellt werden. Hierzu wird Saft aus einem Apfel gepresst und einige Tropfen des Saftes auf das Prisma des Refraktormeters geträufelt. Anschließend wird die Prismenklappe geschlossen. Durch hineinschauen in das Refraktometer kann der Praktiker durch eine weiß/blau-Grenze den Zuckergehalt des Fruchtfleisches auf der Skala ablesen.

Penetrometer

Im Rahmen der Qualitätskontrolle bei Frischobst ist auch die Festigkeit des Fruchtfleisches ein wichtiges Kriterium. Um die Druckfestigkeit des Fruchtfleisches pro Flächeneinheit bestimmen zu können, werden sogenannte Penetrometer eingesetzt. Diese bestehen in der Regel aus einem unter Federspannung stehenden Stempel, der mit einer Messuhr oder einer Messskala verbunden ist. Die Grundfläche des Stempels lässt sich durch Aufsteckschuhe entsprechend der arttypischen „Grundfestigkeit“ der zu untersuchenden Frucht verändern. Dabei wird ein Stück der Schale – deren höhere Festigkeit könnte den Messwert verfälschen – entfernt und der Stempel des Penetrometers an dieser Stelle in die Frucht eingedrückt. Der Wert, bei dem der Stempel in die Frucht eindringt, kann auf der Anzeigenskala direkt abgelesen werden. Üblicherweise ist die Anzeige kalibriert in Kilogramm pro Quadratzentimeter.

Akarizide

Substanzen zur Bekämpfung von Milben

Akarizid

Milbentötendes Mittel

Abudanz

Überfluß (Individuenzahl)

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